
0,5 g Samen
Aussaat: März bis April sowie August bis Oktober
Pflanzabstand: 30 cm zwischen den Pflanzen und 30 cm zwischen den Reihen
Ernte: ca. 15 bis 50 Tage nach der Aussaat
Japanische Speise-Chrysantheme 'Shungiku (Glebionis coronaria)
Shungiku – Garland Chrysanthemum (Glebionis coronaria)
Auch bekannt als Essbarer Chrysantheme oder Frühlings-Chrysantheme, stammt diese Pflanze ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Ihre Kultivierung und Nutzung als Blattgemüse verbreitete sich jedoch bereits vor Jahrhunderten in Ostasien, wo sie zu einer wichtigen Zutat der regionalen Küche wurde.
Besonders beliebt ist der Shungiku in Japan, wo er auch Kikuna genannt wird und bereits seit der Muromachi-Zeit geschätzt wird. In China ist er als Tong Hao bekannt und auch in der zunehmend beliebten koreanischen Küche findet er Verwendung unter dem Namen Ssukgat.
Berühmt ist er für seine aromatischen Blätter mit einem leicht bitteren Nachgeschmack, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Er ist eine klassische Zutat für japanische Gerichte wie Nabemono und Sukiyaki.
In Italien wird er noch wenig angebaut, ist aber bei Spitzenköchen sehr gefragt – sowohl wegen der Blätter als auch wegen der dekorativen, essbaren Blüten.
Anbau
Im Garten ist Shungiku ausgesprochen einfach zu kultivieren, da er sich fast wie eine Wildpflanze verhält.
Er verträgt jedoch keine starke Hitze: Bei hohen Temperaturen beginnt er schnell zu schossen. Starke Fröste werden ebenfalls schlecht vertragen.
Die Aussaat erfolgt:
- von März bis April
- von August bis September in kälteren Regionen
- in milden, vom Meer beeinflussten Gebieten kann sie bis November verlängert werden
Ernte und Verwendung
Geerntet werden vor allem die Blätter. In der frühen Wachstumsphase empfiehlt es sich, zunächst die Triebspitze zu schneiden, um die Bildung zahlreicher Seitentriebe anzuregen.
Mit dem Einsetzen der warmen Temperaturen beginnt die Blüte. Ab diesem Zeitpunkt verlieren die Blätter ihre zarte Qualität: Sie werden bitterer und fester, weshalb die Blatternte beendet wird.
Die Blüten sind jedoch ebenfalls essbar. Sie besitzen ein intensives Aroma und sind eine außergewöhnlich dekorative Ergänzung auf dem Teller.
Nach der Blüte entstehen die Samen, die gesammelt werden können, sobald die Früchte – die Achänen – vollständig getrocknet sind.
Eine hervorragende Wahl für alle, die neue Geschmacksrichtungen entdecken möchten, und besonders interessant für den Anbau zur Belieferung der Gastronomie.
