
8 Samen
Aussaat: Bei konstanten 25 °C (Tag und Nacht) zwischen März und April
Pflanzabstand: An einer Rankstruktur kultivieren; eine Pflanze kann eine Fläche von etwa 10 m² bedecken
Blüte: Etwa zwei Monate nach der Aussaat
Mondblume 'Fior di Luna (Iponomea Alba)
Mondblume 'Fior di Luna' (Ipomoea alba)
Eine wunderschöne und romantische Nachtblume.
Die außergewöhnliche Blüte zeigt sich in der Abenddämmerung: Große, schneeweiße Blüten öffnen sich und verströmen einen intensiven, zitrusartigen Duft. Die Blüten sind kurzlebig und halten nur eine Nacht, erscheinen jedoch Abend für Abend in immer größerer Zahl aufs Neue.
Die Pflanze wächst rankend und ist äußerst wuchsstark. Sie kann mehrere Zentimeter pro Tag wachsen und bedeckt in kürzester Zeit Pergolen, Pavillons, Zäune und Beete.
Ursprünglich stammt diese Pflanze aus den subtropischen und tropischen Regionen Nord- und Südamerikas. Als Vertreterin der Familie der Convolvulaceae besitzt sie auch eine faszinierende historische Bedeutung.
Der in diesen Pflanzen enthaltene Schwefel wurde von den Maya und Azteken gezielt mit dem Milchsaft des Kautschukbaumes kombiniert, um diesen zu vulkanisieren und elastisch zu machen. Anschließend wurde das Material zu Bällen für das berühmte Ballspiel der Maya (Poc-ta-poc) und der Azteken (Tlachtli) geformt. Diese Technik der Vulkanisation ist etwa 3.000 Jahre älter als das später entwickelte Verfahren von Charles Goodyear.
Anbau
Die Mondblume ist eine wärmeliebende Pflanze und benötigt ein warmes Klima. Aufgrund ihres kräftigen Wuchses sind stabile Rankhilfen notwendig; wir kultivieren sie beispielsweise an einem Zaun.
In ihrer Heimat ist sie mehrjährig, in gemäßigten Klimazonen kann sie jedoch problemlos als einjährige Pflanze kultiviert werden, da sie außergewöhnlich schnell wächst und blüht.
Nach dem Überwinden des Umpflanzschocks ist sie sehr pflegeleicht und zeigt kaum Anfälligkeit gegenüber Krankheiten oder pflanzenschädigenden Insekten. Die gesamte Pflanze enthält leicht giftige Stoffe, bei Aufnahme entstehen jedoch normalerweise keine Probleme, da der Wirkstoff stark brechreizfördernd wirkt.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen nur die ersten Entwicklungsphasen.
Die Samen besitzen eine besonders harte Samenschale. Vor der Aussaat sollte diese leicht angeritzt werden, alternativ können die Samen mindestens 24 Stunden eingeweicht werden.
Auch die Temperatur ist entscheidend: Sie sollte konstant bei etwa 25 °C liegen, sowohl tagsüber als auch nachts. Die Keimung kann etwa drei Wochen dauern.
Das Auspflanzen erfolgt zwischen April und Mai. Ein guter Zeitpunkt ist erreicht, wenn auf den Feldern die ersten Maispflanzen erscheinen.
Nach dem Umpflanzschock entwickelt sich die Pflanze beeindruckend: Etwa einen Monat später erscheinen die ersten Blüten, die bis zu den ersten starken Frösten immer zahlreicher werden. Auch bewölkte Tage fördern oft die Blütenbildung.
Die Blüten locken nachtaktive Bestäuber wie Nachtfalter an. Nach der Bestäubung entstehen Samenkapseln mit jeweils zwei bis vier Samen.
Eine außergewöhnliche Schönheit, die man im Garten nicht verpassen sollte.
