
25 Samen
Aussaat: April bis Mai
Pflanzabstand: 30 cm × 30 cm
Ernte: ca. 100 Tage nach der Aussaat
Mais Chulpe (Zea mays amylosaccharata)
Mais 'Chulpe' (Zea mays amylosaccharata)
Eine uralte und besonders wertvolle Maissorte aus den interandinen Tälern Südamerikas, die zwischen 2.000 und 3.000 m Höhe angebaut wird.
Sie stammt aus den Andenregionen von Kolumbien, wo sie in der Arche des Geschmacks der Slow Food Stiftung erwähnt wird, sowie aus Peru – insbesondere aus der Region um Cusco – und Ecuador.
In Kolumbien ist der Anbau dieser Sorte inzwischen stark zurückgegangen, während sie in den beiden anderen Andenländern weiterhin verbreiteter ist.
Der Kolben trägt große, längliche Körner, die eine Länge von bis zu 2 cm erreichen können – ein typisches Merkmal alter Maissorten. Der Kolben selbst ist relativ schmal, während die Körner dicht angeordnet wachsen und ihre Spitzen nach oben richten.
Geschmack und Verwendung
Der Geschmack dieses Maises ist außergewöhnlich: Er besitzt feine Haselnussnoten und eine angenehm ausgewogene Süße.
In der Küche wird er fast ausschließlich geröstet verwendet. Mit sehr wenig Öl und etwas Salz in der Pfanne geröstet, entsteht ein traditioneller Snack, der in Peru Cancha Serrana genannt wird und eine hervorragende Begleitung zu Ceviche darstellt.
Anbau
Die Pflanze entwickelt eine beträchtliche Größe. Besonders in windreichen Regionen empfehlen wir einen eher engen Pflanzabstand, um die Pflanzen besser zu stabilisieren.
Der Mais Chulpe neigt stark zur Fremdbestäubung. Wer eigenes Saatgut gewinnen möchte, sollte deshalb ausreichend Abstand zu anderen Maissorten einhalten, um eine Vermischung der Sorten zu vermeiden.
Ein außergewöhnlicher Mais für alle, die neue und traditionelle Geschmackswelten entdecken möchten.
