
1 g Samen
Aussaat: Juli bis September
Pflanzabstand: 30 cm zwischen den Pflanzen und 40 cm zwischen den Reihen
Ernte: ab ca. 60 Tagen nach der Aussaat
Speiserübe Pistoiese(Brassica rapa)
Speiserübe 'Pistoiese' oder 'Martello-Rübe' (Brassica rapa)
Eine der bekanntesten historischen Sorten der Toskana.
Sie zeichnet sich durch eine weiße Wurzel mit violetten Schattierungen am Wurzelhals aus. Die charakteristische, längliche und abgeflachte Form erinnert an den Kopf eines Hammers – daher der Name Martello-Rübe.
Das Fruchtfleisch ist knackig und süß, mit der typischen leicht pikanten Note, die viele traditionelle Rübensorten auszeichnet. Sie eignet sich hervorragend für den Verzehr gekocht und für klassische regionale Zubereitungen.
Anbau und Verwendung
Diese Sorte wird vor allem wegen ihrer Blätter angebaut, den sogenannten "Rapi". Während man in Süditalien von Cime di rapa spricht, konzentrierte sich die Kultur in verschiedenen Gebieten der Toskana und in angrenzenden Regionen (wie dem Gebiet um den Trasimenischen See, das historisch eng mit dem Austausch zwischen Umbrien und der Toskana verbunden ist) auf die Produktion von Blättern und Blütenständen.
Diese werden lokal als Rapi, Pulezze oder Camette bezeichnet.
Die Aussaat erfolgt im Spätsommer (August–September), um den ganzen Herbst und Winter über zarte Triebe ernten zu können.
Die toskanischen Formen besitzen oft eine blaugrüne Färbung und entwickeln ein ausgeprägt herbes, würziges Aroma. Besonders geschätzt werden sie, wenn sie in der Pfanne mit Knoblauch, Olivenöl und Chili langsam geschmort werden („strascicate“).
Wie andere Rüben ist auch diese Sorte einfach anzubauen. Da die Pflanzen jedoch länger im Boden bleiben, empfiehlt es sich, sie anzuhäufeln, damit sie stabil stehen und nicht umfallen.
