
0,5 g Samen
Aussaat: März bis Juni
Pflanzabstand: 1 m zwischen den Pflanzen und 1 m zwischen den Reihen
Ernte: ca. 70 Tage nach der Aussaat
Vietnamesischer Shiso 'Tía Tô' (Perilla frutescens)
Vietnamesischer Shiso 'Tía Tô' (Perilla frutescens)
Der Shiso wurde über China aus Südostasien nach Japan eingeführt, wo er später eine außergewöhnliche Verbreitung erlangte. Dieser Austausch erfolgte während der Tang-Dynastie (7.–10. Jahrhundert), einer Epoche, die die japanische Gesellschaft und Kultur stark beeinflusste.
Ursprünglich wurde die Perilla frutescens var. frutescens, bekannt als Egoma, vor allem zur Gewinnung von Öl genutzt. Der Tía Tô gilt vermutlich als jene Kulturform, aus der später die var. crispa, also der klassische „japanische Shiso“, entwickelt wurde – mit zarteren Blättern und einem milderen Aroma, das besser zur japanischen Küche passt.
Der Tía Tô besitzt die größten Blätter innerhalb der Art: Sie sind intensiv aromatisch, fest in der Struktur, aber nicht zäh. Die Oberseite ist leuchtend grün, während die Blattunterseite blasser erscheint und manchmal rötliche Nuancen entwickelt. Vermutlich wurde auch der koreanische zweifarbige Shiso Jeok Ssam Ip aus dieser Kulturform selektiert.
Anbau
Im Anbau ist diese Sorte spät schossend, wodurch sie eine lange Ernteperiode und eine hohe Produktivität erreicht.
Wir empfehlen keinen vollsonnigen Standort, besonders während der ersten Entwicklungsphase, da die Pflanze einen stets leicht feuchten Boden benötigt.
Eine Kultur im Topf ist möglich, jedoch sind für diese Form der Haltung die japanischen und koreanischen Shiso-Sorten oft besser geeignet, da sie weniger stark wachsen und einfacher zu kontrollieren sind.
Persönlich gehört dieser Shiso zu meinen Favoriten, und viele der eingeladenen Köche haben ihn gegenüber allen anderen Sorten bevorzugt.
